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Der Suppenkonflikt

"Suppe zu essen, hatte Frank immer schon als unangenehm empfunden, man konnte so viel falsch machen dabei, und wenn man nicht schlürfen durfte, und bei seiner Mutter durfte man nicht schlürfen, und die Suppe außerdem heiß war, und bei seiner Mutter war sie immer sehr heiß, dann mußte man dauernd pusten und das wiederum nicht zu stark und nicht zu schwach, und den Mund verbrannte man sich schließlich doch, und das machte ihn immer aggressiv, das Schlürf-Verbot ist eine der dümmsten Erfindungen der bürgerlichen Gesellschaft, dachte er, das macht aggressiv, wiewohl er sich nicht sicher war, ob es nicht einfach bloß eine Erfindung seiner Mutter war, da müßte man sich mal erkundigen, dachte er, während er pustete und löffelte und sich den Mund verbrannte und sich zugleich mit seiner Mutter anschwieg, obwohl das vielleicht sowieso in eins zusammenfällt, die bürgerliche Gesellschaft und die eigene Mutter, dachte er, aber das war ihm dann dann ein zu unpersönlicher Gedanke, auf sowas kommt man nur, wenn man aggressiv ist, dachte er, so sollte man über seine Mutter nicht denken, und in diesem Moment schob seine Mutter den Teller zurück und sagte: "Die ist noch zu heiß [...].""

 

Bei diesen Zeilen musste ich sehr lachen. Das ganze stammt aus dem Buch "Neue Vahr Süd" von Sven Regener. 

24.6.07 18:14
 


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